Einer unserer letzten Einsätze hat uns alle tief bewegt. In einer kleinen Siedlung lebte eine Frau mit 17 Hunden – in einem einzigen Raum. Die Bedingungen waren erschütternd. Kleine Welpen, kaum größer als eine Hand, wurden von den größeren Hunden beinahe erdrückt. Eine Situation, die wir nicht länger hinnehmen konnten.
Ursprünglich wollten wir nur zur Impfung anreisen, um die Hunde später nach und nach aufzunehmen. Doch als unsere Kollegin die Zustände sah, musste sie sofort handeln. Sie rief uns an, mit der dringenden Bitte, die Hunde sofort mitzunehmen – die Gefahr war einfach zu groß, dass vor allem die Kleinsten verletzt werden.
Am Ende konnten wir neun Hunde sichern, darunter auch eine hochträchtige Hündin. Leider war der Einsatz chaotisch – die Frau wechselte ständig die Hunde, die sie mitgeben wollte, und war emotional sehr aufgewühlt. Mittlerweile hat sie sich gemeldet und möchte die trächtige Hündin zurückhaben, weil sie seit deren Abreise nur geweint habe. Wir versuchen nun, eine Lösung zu finden, die für alle vertretbar ist – vor allem für das Tier.
Keiner der Hunde war gechipt oder kastriert. Für uns war es ebenfalls eine enorme Herausforderung, so viele Tiere auf einmal aufzunehmen. Doch wir haben schnell eine Übergangslösung gefunden: Eine separate Wohnung, in der die Hunde sicher untergebracht sind, bis sie geimpft und geschützt genug sind, um ins Zentrum zu kommen. Parvovirose ist eine große Gefahr – daher gehen wir hier kein Risiko ein.