Vor einigen Monaten startete Hilde Tudora (Leiterin der Tierschutzabteilung des Kreises Ilfov) einen landesweiten Aufruf an alle Tierschutz-NGOs in Rumänien. Gemeinsam mit Abgeordnetem Andrei Baciu fand daraufhin ein Treffen im Parlament statt – denn nur politische Entscheidungen können das System wirklich verändern.
Warum das alles nötig ist:
In Rumänien fließen Millionen aus öffentlichen Geldern an Firmen und angeblichen Tierschutz-NGOs, die Hunde fangen, einsperren und oft töten. Viele dieser Einrichtungen sind Horror-Shelter – besonders die privaten, zu denen niemand Zugang erhält. Dort werden Hunde gequält, verhungern gelassen oder systematisch getötet. Der Staat schaut weg.
Was gemeinsam gefordert wurde:
In mehreren Treffen mit Behörden, NGOs und Medien wurden erste gesetzliche Änderungen vorbereitet, darunter:
1. Verbot der Tötung gesunder Hunde – sowohl in privaten als auch in öffentlichen Sheltern.
2. Rechtlicher Status von Tieren: Hunde sollen endlich als fühlende Lebewesen anerkannt werden, nicht als „Sache“, wie aktuell.
3. Bessere Kontrolle der Hundefänger und kommunale Verträge.
Flavia (Leiterin unseres Partnertierheim Therapy Dogs and Cats) selbst hat noch zwei weitere wichtige Vorschläge eingebracht:
1. Pflicht-Tätowierung von sterilisierten Hündinnen, damit diese nicht mehrfach operiert werden.
2. Temporäre Genehmigungen für Sterilisationskampangen in geeigneten öffentlichen Räumen (Sporthallen, Schulen, Gemeindehäuser etc.), da die gesetzlichen Vorgaben aktuell völlig realitätsfern sind.
Was bisher erreicht wurde:
1. Rund 100 NGOs schlossen sich erstmals auf einer gemeinsamen Plattform zusammen: „Respect pentru Animale“
2. Eine gemeinsame Petition brauchte 245.000 Unterschriften – ein starkes Signal an die Politik.
3. Die Initiative erhielt große mediale Aufmerksamkeit, sogar ein deutsches Fernsehteam war vor Ort.
4. Die gesetzliche Initiative wurde offiziell im Senat eingereicht und durchläuft nun das rumänische Gesetzgebungsverfahren – das 4-12 Monate dauern kann.
Die Herausforderung:
Parallel versucht eine andere Gruppe von Abgeordneten, jene Hundefänger-Verträge sogar gesetzlich zu legitimieren – also genau das Gegenteil dessen, wofür wir kämpfen.
Kurz gesagt:
Flavia kämpft zusammen mit anderen NGOs und Unterstützung auf politischer Ebene für die Rechte von Tieren.
Wir hoffen so sehr, dass sich die Gesetze ändern und endlich ein Umdenken geschieht.