Vor einigen Wochen waren unsere Mädels aus Bukarest in einer Tötungsstation. Zusammen mit Veto konnten sie Bild- und Videomaterial der Zustände zusammenstellen.
Daraufhin erhielten wir so viele liebe Nachrichten, dass wir bitte die Hunde retten sollen – dieser schreckliche Ort, dieser Gestank, diese Angst. Unser Problem war, dass unser Partnertierheim Ari Paws an der Kapazitätsgrenze war und wir erst Hunde vermitteln mussten, um wieder Platz für diese Seelen zu habe. Eine monatliche Spende – in Form des Versorgungsschutzengels – löste das Problem also leider nicht komplett.
Glücklicherweise konnten in der letzten Zeit einige Hunde ausreisen, so dass wir wieder ein wenig Platz für eine solche Rettungsaktionen hatten. Unsere Mädels haben sich daraufhin entschieden und alle Hunde, die wir auf Instagram geteilt hatten, reserviert. Insgesamt 40 Hunde. Wir konnten die Hunde aber leider nicht sofort mitnehmen, da in der Tötung Krankheiten herrschen und wir unsere Hunde im Partnertierheim nicht gefährden wollten. Wir mussten die 40 Seelen also vorerst zurücklassen.
Was dann passiert ist, macht uns sprachlos: 36 Hunde von den reservierten 40 Hunden sind tot.
Wir können nicht in Worte fassen, wie uns diese Nachricht getroffen hatte. Für manche Hunde fanden bereits Vermittlungsgespräche statt.
Lange haben überlegt, ob wir die Geschehnisse mit euch teilen. Aber ja, wir möchten nichts schönreden oder verschweigen. Diese Woche hat sich für uns das dortige Leid noch näher angefühlt als sonst und wir haben uns hilflos und ohnmächtig gefühlt. Zwischen Verzweiflung und Wut war bei unserem Team alles dabei. Und genau deshalb möchten wir euch mit Fakten darüber informieren. Euch aufklären. Einen kleinen Einblick hinter die Kulissen geben. Damit diese Hunde nicht umsonst sterben mussten.
Wir dürfen aus Gründen den Namen der größten Tötungsstation in Rumänien nicht nennen. Die Hunde sind dort in riesigen Hallen untergebracht. Oft kommen mehrmals wöchentlich ganze LKWs voll mit neu eingefangenen Hunden. Die Tiere werden unzureichend tierärztlich versorgt – denn nach 14 Tagen Verwahrung dürfen sie offiziell getötet werden.
Da dort viele Krankheiten herrschen, sterben dort Hunde beinah täglich. Gesunde Tiere bleiben nicht lange gesund. Kleine Hunde haben im Zwinger mit größeren Hunden kaum eine Überlebenschance, wenn man kein Futter gibt.
Doch jeder Hund bringt der Organisation Geld durch staatliche Subventionen. Und leider auch durch viele unwissende Spender, die eigentlich nur Gutes tun wollen. Sie wissen nicht, dass ihr Geld nie bei den Hunden ankommen wird und sie dadurch die Einrichtung mitfinanzieren.
Als unsere Mädels aus Bukarest die 40 Hunde reserviert haben, erhielten wir das Angebot, die Hunde vorerst in entfernte Kennels zu verlegen, in dem angeblich keine Krankheiten herrschen. Natürlich nur gegen Geld.
Unsere klare Aussage, die der wir als Pfotenherz zu 100 % dahinterstehen: Wir zahlen kein Geld an Tötungsstationen.
Und jetzt sind 36 von 40 Hunde tot. Wir haben noch keine Informationen darüber, welche vier Hunde noch am Leben sind und auch jetzt wurde uns nochmals nahegelegt, für die Separierung der vier Hunde finanziell aufzukommen.
Die Machenschaften und die Korruption halten an, wenn sich am System nichts ändert. Die Subventionen – finanziert durch Steuergelder – müssen gestrichen werden. Nur so haben die Betreiber keinen finanziellen Anreiz mehr.
Kastrationsstätten anstatt Tötungsstationen müssen errichtet werden: Nur so kann das Leid auf den Straßen langfristig eingedämmt werden. Die Bevölkerung muss aufgeklärt werden und das Thema Tierschutz mehr in den Fokus rücken. Wir sehen so oft, wie Menschen schlimme Dinge mit Tieren tun – das muss endlich ein Ende haben!
Wir haben drei Bitten an euch:
1. Bitte informiert euch genau, ob eine Tierschutzorganisation seriös ist und unterstützt nur, wenn ihr euch sicher seid. Es gibt so viele unwissende Menschen, deren Geld in die Taschen solcher Organisationen. Schürt eine Organisation nur Panik? Musst du „sofort zahlen, sonst ist das Tier in Gefahr?“ Lasst euch nie unter Druck setzen und recherchiert gründlich.
2. Teilt unseren Instagram-Beitrag über das Geschäft mit den Straßenhunden. Redet darüber. Helft uns mit Aufklärung gegen das Leid vorzugehen.
3. Verbringe Zeit mit deinem Hund. Zeige ihm, wie sehr er geliebt wird. Dass er sich auf dich verlassen kann und nicht allein ist. Für die Hunde aus der Tötung, die dieses Glück nie erfahren durften.
Run free, ihre unschuldigen Seelen!