Häufig gestellte Fragen zur Katzenvermittlung

Du denkst darüber nach, einer Katze ein neues Zuhause zu geben? Hier findest Du wichtige Fragen und Antworten rund um unsere Katzenvermittlung. Bitte nimm Dir einen Moment Zeit, die Informationen aufmerksam durchzulesen. Sie helfen Dir dabei, einzuschätzen, ob eine Katze wirklich zu Deinem Alltag, Deinen Lebensumständen und Deinen Vorstellungen passt.

Eine gut überlegte Entscheidung ist der erste Schritt zu einem glücklichen Zusammenleben – für Dich und für die Katze. 

Grundsätzlich vermitteln wir Katzen nicht in Einzelhaltung, sondern ausschließlich zu zweit oder zu einer bereits vorhandenen Katze. Ausnahmen machen wir nur dann, wenn sich eine Katze nachweislich wohler ohne Artgenossen fühlt. In solchen Fällen weisen wir im Beschreibungstext ausdrücklich darauf hin.
Katzen sind soziale Tiere und brauchen in den meisten Fällen einen Artgenossen – besonders, wenn sie tagsüber viel allein sind.

Wenn du noch keine andere Katze hast, vermitteln wir dir gern ein eingespieltes Duo oder beraten dich bei der Auswahl eines passenden Katzenpartners.

Ja, wir vermitteln auch Katzen als Freigänger, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:

  • verkehrsberuhigte Wohnlage (z. B. kein direkter Zugang zu vielbefahrenen Straßen)
  • die Möglichkeit, frei und sicher ins Haus oder in die Wohnung zurückzukehren
  • Garten oder Grünfläche in unmittelbarer Nähe

 

Idealerweise wünschen wir uns für unsere Freigängerkatzen ein Zuhause in ländlicher Umgebung, weit entfernt von stark befahrenen Straßen.

Wir empfehlen außerdem dringend, Freigängerkatzen mit einem GPS-Tracker (z. B. Tractive) auszustatten, damit du jederzeit weißt, wo sich dein Tier aufhält.
Nicht jede Katze eignet sich als Freigänger – manche stammen aus reiner Wohnungshaltung oder haben gesundheitliche Einschränkungen. Wir beraten dich gerne individuell dazu.

Wenn eine Katze ausschließlich in der Wohnung lebt, ist es besonders wichtig, für Abwechslung, Bewegung und Gesellschaft zu sorgen – denn Wohnungskatzen sind vollständig auf ihre Umgebung angewiesen, um ausgelastet und glücklich zu sein.


Folgendes solltest du beachten:

  • mindestens ein tierischer Kamerad (Einzelhaltung nur in Ausnahmefällen)
  • viele Kratzmöglichkeiten (z. B. Kratzbretter, Kratzsäulen, Pappmöbel)
  • Klettermöglichkeiten wie Kratzbäume, Wandmodule, Hängebrücken
  • gemütliche Rückzugsorte, Fensterplätze, erhöhte Ruheflächen
  • wenn möglich: ein gesicherter Balkon für Frischluft, Sonnenbäder und Abwechslung

 

Wichtig: Katzen leben dreidimensional


Katzen nutzen nicht nur die Bodenfläche wie Hunde – sie denken und bewegen sich in drei Dimensionen. Das bedeutet: Für sie ist es essenziell, auch in die Höhe klettern, springen und liegen zu können.
Sie lieben erhöhte Aussichtspunkte, beobachten gern das Geschehen von oben und suchen sich Rückzugsorte, die nicht am Boden liegen.
Darum solltest du deine Wohnung so gestalten, dass sie vertikal spannend ist: durch Wandregale, Hängebrücken, Kletterwände oder Deckenspots, die als Aussichtspunkte dienen können.
Ein durchdacht eingerichteter Raum mit mehreren Ebenen bietet deiner Katze Sicherheit, Beschäftigung und Wohlbefinden – ganz unabhängig von der Quadratmeterzahl.
Besonders junge und aktive Katzen brauchen viel geistige und körperliche Auslastung. Gerne geben wir dir Tipps, wie du deine Wohnung katzengerecht und spannend gestalten kannst – auch bei begrenztem Platz.

Ja, wir vermitteln auch an ältere Menschen – denn oft profitieren Mensch und Tier gleichermaßen von dieser Verbindung.
Allerdings sollte eine Adoption gut überlegt sein: Eine Katze kann bis zu 20 Jahre alt werden.
Bitte überlege daher im Vorfeld:

  • Was passiert im Notfall oder bei gesundheitlichen Veränderungen?
  • Gibt es einen Plan B, z. B. Angehörige oder Freunde, die sich im Ernstfall kümmern würden?


Um sowohl dir als auch der Katze gerecht zu werden, haben wir folgende Richtlinien:

  • bis 60 Jahre: Vermittlung auch von Kitten möglich
  • ab 65 Jahren: bevorzugt Katzen ab 5 Jahren
  • ab 70 Jahren: Katzen ab 10 Jahren oder ältere Tiere

 

Diese Altersgrenzen sind keine starren Regeln, sondern Orientierungshilfen. Wir entscheiden immer individuell im persönlichen Gespräch – mit dem Ziel, eine sichere, liebevolle und langfristige Lösung für die Katze zu finden.

Es gibt keine feste Mindestgröße, die deine Wohnung haben muss, um Katzen ein schönes Zuhause zu bieten. Eine Katze kann in einer 50 m² großen Wohnung rundum zufrieden sein – oder sich in einer großen 150 m²-Wohnung unwohl fühlen. Entscheidend ist nicht die Quadratmeterzahl, sondern wie gut du den Raum nutzt und gestaltest.


Natürlich reicht eine 1-Zimmer-Wohnung für zwei Katzen in der Regel nicht aus – es fehlt an Rückzugsorten, Bewegungsspielraum und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Aber viel wichtiger als die Fläche ist:

Katzen denken nicht in Quadratmetern – sie denken in Ebenen.


Katzen leben dreidimensional. Sie nutzen nicht nur den Boden wie ein Hund, sondern erkunden Räume auch nach oben: über Kratzbäume, Regale, Hängebrücken, Wandklettermodule oder Fensterbänke.
Sie lieben es, zu beobachten, zu klettern, sich zu verstecken oder sich erhöht auszuruhen.
Deshalb sollte deine Wohnung möglichst strukturiert, abwechslungsreich und katzengerecht eingerichtet sein:

  • Klettermöglichkeiten vom Boden bis zur Decke
  • gemütliche, erhöhte Liegeplätze
  • sichere Rückzugsorte
    Platz für Spiel, Jagd und Ruhe
  • ggf. ein gesicherter Balkon als Frischluftoase


Ein gut strukturierter Raum mit vielen Höhenebenen kann für eine Katze spannender und erfüllender sein als eine große, aber kahle Fläche.


📹 Tipp: Auf Plattformen wie YouTube findest du viele kreative Ideen zur katzengerechten Einrichtung – auch für kleinere Wohnungen.


Wenn du unsicher bist, ob deine Wohnung geeignet ist, sprich uns gerne an – wir beraten dich individuell und helfen dir dabei, das Beste für dich und deine zukünftige Katze herauszuholen.

Ja – unter bestimmten Bedingungen.
Solange nicht in den Räumen geraucht wird, in denen sich die Katze dauerhaft aufhält, steht einer Vermittlung grundsätzlich nichts im Weg.


Bitte beachte, dass Passivrauchen auch für Tiere nachweislich gesundheitsschädlich ist. Katzen, die regelmäßig Tabakrauch ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für ernsthafte Erkrankungen, darunter:

  • Atemwegserkrankungen
  • bestimmte Krebserkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Verhaltensveränderungen

 

Da Katzen ihr Fell regelmäßig lecken, nehmen sie Rauchpartikel und Schadstoffe zusätzlich über die Haut und Schleimhäute auf.


Wenn du rauchst, bitten wir dich deshalb um verantwortungsvollen Umgang – zum Wohl des Tieres. Ideal ist es, ausschließlich draußen oder in getrennten, gut belüfteten Räumen zu rauchen, die die Katze nicht betritt.

Grundsätzlich ja – eine Vermittlung an voll berufstätige Personen ist möglich, sofern in der Freizeit ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit für die Katzen eingeplant wird. Besonders wichtig ist uns, dass die Tiere nicht dauerhaft allein bleiben und genügend soziale Interaktion erfahren.


Idealerweise wünschen wir uns für unsere Katzen ein Zuhause, in dem zumindest teilweise Homeoffice möglich ist oder die Bezugsperson nicht ganztägig außer Haus ist – zum Beispiel durch Teilzeitbeschäftigung, Schichtarbeit oder flexible Arbeitszeiten.
Jede Vermittlung betrachten wir individuell und beraten dich gern, um gemeinsam die beste Lösung für Mensch und Tier zu finden.

Ja, absolut. Die richtige Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit, Lebenserwartung und das Wohlbefinden deiner Katze.


Katzen sind streng fleischfressende Tiere (Carnivoren) – ihr Verdauungssystem ist darauf ausgelegt, tierische Proteine und Fette optimal zu verwerten. Eine falsche oder minderwertige Ernährung kann langfristig zu Erkrankungen führen, z. B.:

  • Übergewicht
  • Nierenprobleme
  • Harnsteine
  • Zahnprobleme
  • Diabetes

 

Wir empfehlen:

  • Hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil und ohne Zucker, Getreide oder künstliche Zusätze
  • Trockenfutter nur in kleinen Mengen – als Snack oder Ergänzung, nicht als Hauptnahrung
  • immer frisches Trinkwasser bereitstellen (idealerweise aus einem Katzenbrunnen)

 

Auch das Fütterungsverhalten spielt eine Rolle: Mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt kommen dem natürlichen Jagdverhalten der Katze näher als eine große Mahlzeit.


Wenn du Fragen zur Ernährung hast oder unsicher bist, welche Futtersorten geeignet sind, beraten wir dich gerne – auch nach der Adoption.

Die monatlichen Kosten für eine Katze können je nach Haltung, Gesundheitszustand und Lebensstil variieren. Im Durchschnitt solltest du mit ca. 100 € – 130 € pro Katze und Monat rechnen – in besonderen Fällen (z. B. Krankheit, Spezialfutter) auch mehr.
Folgende Ausgaben können regelmäßig anfallen:

  • Futterkosten: ca. 60 €
  • Streu: ca. 30-40 €
  • Vorsorge & Tierarzt (z. B. Impfungen, Entwurmung, Flohmittel): ca. 10–20 €/Monat umgerechnet
  • Haftpflicht/OP-Versicherung (empfehlenswert): ab 5 €/Monat
  • Sonstiges (Spielzeug, Ersatz für Kratzmöbel, Pflegeprodukte etc.)

 

💡 Da wir Katzen nur zu zweit oder zu einer bereits vorhandenen Katze vermitteln, musst du diese laufenden Kosten in der Regel mal zwei rechnen.
Dazu kommen mögliche Einmalkosten bei der Anschaffung, z. B.:

  • Katzentoilette, Näpfe, Kratz- und Klettermöbel, Transportbox
  • ggf. Absicherung von Balkon oder Fenstern

 

Bitte bedenke auch: Wenn eine Katze krank wird, können plötzlich hohe Tierarztkosten entstehen. Eine gute Absicherung oder ein finanzielles Polster ist daher sehr wichtig.


Gerne beraten wir dich dazu, wie du verantwortungsvoll planen und vorsorgen kannst.

In Deutschland gibt es kein einheitliches Gesetz zur Kastrationspflicht, jedoch haben viele Städte und Gemeinden eigene Verordnungen erlassen – insbesondere für Freigängerkatzen.

Auch unabhängig von gesetzlichen Vorgaben ist die Kastration ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz. In Deutschland leben unzählige Straßenkatzen, die sich unkontrolliert vermehren – mit teils dramatischen Folgen für die Tiere selbst und die Tierheime.


📌 Unsere Vermittlungspraxis:
Katzen, die wir vermitteln, sind (sofern sie alt genug sind) bei Abgabe bereits kastriert.
Kitten und Jungkatzen unter 6 Monaten werden noch unkastriert vermittelt, da sie körperlich noch nicht so weit sind. In unserem Adoptionsvertrag ist jedoch klar geregelt, dass die Kastration zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend ist. Der Nachweis darüber muss uns dann unaufgefordert eingereicht werden.


❗ Warum ist das so wichtig?
Unkastrierte Katzen tragen maßgeblich zur unkontrollierten Vermehrung bei. Ein einziges Katzenpaar kann in wenigen Jahren zu hunderten Nachkommen führen. Viele dieser Tiere enden auf der Straße – krank, unterversorgt und ohne Schutz.
Darum bitten wir alle Adoptant*innen, die Verantwortung ernst zu nehmen – zum Wohl der eigenen Katze und zum Schutz vieler anderer.