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Erste-Hilfe-Schutzengel:
Versorgungs-Schutzengel:
Rudi ist seit dem 08.02.2025 auf einer Pflegestelle in Deutschland und zeigt sich dort als absolut verschmuster, menschenbezogener und lernwilliger Hund. Er hat in kurzer Zeit schon sehr viel gelernt: Er hört auf seinen Namen, kennt die Kommandos „Sitz“ und „Platz“ in vertrauter Umgebung, versteht viele Abläufe und Regeln im Haus und läuft an der Leine schon recht ordentlich. Auch mit der Schleppleine kommt er inzwischen gut zurecht. Autofahren gelingt inzwischen bis zu einer Stunde fast problemlos, nur selten wird ihm noch übel. Auch das selbstständige Einsteigen macht er immer besser. Alleinbleiben schafft er inzwischen über 4 Stunden.
Rudi ist ein aktiver und energiegeladener Hund, der lange Spaziergänge liebt und auch geistig ausgelastet werden möchte. Er ist klug, neugierig und möchte seinem Menschen gefallen. Spielen ist aktuell nicht so sein Ding, aber für Streicheleinheiten ist er immer zu haben – eine richtige Kuschelmaus eben. Er zeigt keinerlei Aggression gegenüber Menschen, sucht aktiv die Nähe seiner Bezugspersonen und ist rundum freundlich im Umgang.
Bei anderen Hunden entscheidet die Sympathie über die Verträglichkeit. Eine pauschale Aussage können wir hier nicht treffen, da Rudis Anti- oder Sympathie von Hund zu Hund unterschiedlich und von der Situation abhängig ist. Bei Katzen zeigt er jagdliche Tendenzen. Insgesamt ist ein Jagdtrieb bei ihm deutlich vorhanden, daher sollten Spaziergänge entsprechend umsichtig gestaltet werden.
Rudi kann manchmal ganz schön stürmisch sein, daher sollten im Haushalt lebende Kinder bereits standsicher sein. Ansonsten begrüßt Rudi Besuch offen, freundlich und interessiert und fordert direkt Streicheleinheiten ein.
Er ist selbstbewusst, leicht territorial veranlagt, aber keineswegs aggressiv. In bestimmten Situationen oder bei neuen Umweltreizen zeigt er sich manchmal noch etwas unsicher, aber er arbeitet sich tapfer durch neue Herausforderungen. Stubenreinheit wird aktuell noch geübt – auch hier macht er Fortschritte.
Rudi hat vermutlich ein bewegtes Leben hinter sich: Ein Teil seines Ohrs fehlt, seine Schnauze ist leicht schief, einige Zähne sind abgebrochen oder fehlen. Doch all das schränkt ihn keineswegs ein – er isst, trinkt und genießt seine Kausnacks mit großer Freude. Manchmal hängt seine Zunge ein wenig zur Seite heraus, was ihn einfach noch liebenswerter macht.
Dass Rudi in seinem Leben gelernt hat, dass nur Kämpfer überleben können, hat sich in den ersten Wochen in seinem Verhalten dem Ersthund auf der Pflegestelle gegenüber gezeigt: Hier zeigte er sehr territoriales und dominantes Verhalten. Mit der Zeit, viel Training, wachsendem Vertrauen und dem Gefühl, dass er hier sicher und gut aufgehoben ist, hat sich dieses Verhalten gelegt. Insgesamt kommt Rudi mit den Monaten auf der Pflegestelle immer mehr zur Ruhe und zeigt mehr und mehr seine sanfte Seite.
Ein Zuhause mit einem souveränen Ersthund ist also denkbar. Schön wäre aber auch ein Zuhause für Rudi, in dem er als Einzelhund die volle Aufmerksamkeit und Liebe bekommen kann.
Vor kurzem wurde bei Rudi ein nicht-operabler Tumor festgestellt und es ist nicht klar, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Aufgrunddessen suchen wir kein neues Zuhause mehr für Rudi und er darf den Rest seines Lebens bei seiner Pflegestelle verbringen. Trotzdem benötigen wir für ihn weiterhin Unterstützung für die laufenden Tierarztkosten.