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Wendy wurde gemeinsam mit ihren Geschwistern Winnie, Wynia, Whoopi und Wanda im Januar 2026 im Free Amely aufgenommen. Ein Hundefänger des städtischen Tierheims hatte die Welpen am Straßenrand entdeckt. Da die jungen Hunde dort kaum Überlebenschancen hatten, nahmen Daniel und die Helfer sie im Free Amely auf.
Seit Mitte Juli lebt Wendy auf einer Pflegestelle in Deutschland und zeigt dort jeden Tag ein kleines Stück mehr von ihrem wunderbaren Wesen. Aus der anfangs sehr unsicheren Hündin entwickelt sich langsam eine neugierige Begleiterin, die mit viel Unterstützung beginnt, ihre neue Welt kennenzulernen und Vertrauen zu fassen.
Draußen orientiert sich Wendy stark an ihrer Bezugsperson und am vorhandenen Ersthund. In ruhiger Umgebung, beispielsweise auf einer weitläufigen Wiese oder in einem Park ohne viele Menschen, kommt sie mittlerweile immer besser zurecht. Sie läuft Treppen, erkundet ihre Umgebung und geht auch gerne ins Wasser. Gleichzeitig zeigt sich aber deutlich, dass Spaziergänge für Wendy noch keine Selbstverständlichkeit sind. Sie geht vor allem mit nach draußen, weil ihre vertrauten Menschen und der Ersthund ihr Sicherheit geben.
Besonders Begegnungen mit Menschen verunsichern Wendy noch stark. Während einzelne Hunde oder Radfahrer für sie häufig gut auszuhalten sind, können Fußgänger, insbesondere wenn sie näherkommen, größere Menschengruppen, Kinderwagen oder Menschen mit ungewohntem Erscheinungsbild große Unsicherheit bei ihr auslösen. Hier braucht Wendy Menschen, die ihre Ängste ernst nehmen, sie nicht bedrängen und ihr geduldig zeigen, dass sie sich auf ihre Bezugsperson verlassen kann.
Trotz ihrer Unsicherheit hat Wendy bereits viele Fortschritte gemacht. Das An- und Ableinen, das anfangs eine große Herausforderung war, klappt inzwischen in ruhiger Atmosphäre gut. Auch die Stubenreinheit wird zunehmend besser.
In der Wohnung ist sie eine sehr anhängliche Hündin, die am liebsten in der Nähe ihrer Menschen ist und gerne überall dabei sein möchte. Fremden Besuch betrachtet sie zunächst lieber aus sicherer Entfernung. Je nach Sympathie und Situation fasst sie nach einiger Zeit Mut und wagt sich zum Schnuppern hervor.
Auch beim Alleinbleiben gibt es inzwischen schöne Fortschritte. Gemeinsam mit dem vorhandenen Ersthund kann Wendy bereits zwei bis drei Stunden entspannt alleine bleiben. Ob und wie gut dies später ganz ohne einen anderen Hund funktionieren würde, muss behutsam aufgebaut werden.
Mit der Ersthündin ihrer Pflegestelle versteht sich Wendy gut und orientiert sich stark an ihr. Die Aufmerksamkeit und Kuscheleinheiten ihrer Bezugsperson hätte Wendy allerdings am liebsten ganz für sich und drängt sich dabei gerne einmal in den Vordergrund.
Wendy ist sehr futtermotiviert, was sich im Training wunderbar nutzen lässt. Sie möchte lernen und zeigt mit jeder positiven Erfahrung, dass sie ein kleines bisschen mehr Vertrauen fassen kann. Ihre Entwicklung braucht jedoch Zeit und sollte nicht daran gemessen werden, wie schnell sie bestimmte Dinge lernt. Gerade in Situationen, die ihr Angst machen, benötigt sie Sicherheit, Geduld und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann sie den nächsten Schritt gehen kann.
Für Wendy wünschen wir uns daher ein ruhiges und verständnisvolles Zuhause bei Menschen, die Ihre Freude daran haben, gemeinsam mit ihr kleine Fortschritte zu feiern und ihr die Zeit zu geben, die sie benötigt. Ein souveräner Ersthund, an dem sie sich orientieren kann, könnte Wendy dabei eine große Unterstützung sein.
Wer Wendy diese Sicherheit bieten kann und bereit ist, ihr die entsprechende Zeit zu geben, bekommt eine sehr menschenbezogene, sensible Hündin, die sich mit Sicherheit zu einer wundervollen Begleiterin entwickelt.
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